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Deine Beziehungsräume – welche Räume möchtest du wirklich bewohnen?

Autorenbild: Ursina
Ursina
vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit


Vor kurzem habe ich auf Instagram einen Post zu inneren Räumen veröffentlicht und die Frage gestellt: «Wie sehen deine Beziehungen aus, wenn du sie dir als Räume vorstellst?».


Mein Gedanke dahinter ist, dass sich mit jeder tieferen Beziehung, die wir eingehen, ein sogenannter Beziehungsraum öffnet. Jeder dieser Räume widerspiegelt die jeweilige Beziehung. Manche wirken vielleicht unpersönlich und etwas steril. Andere sind so vollgestopft, dass du darin kaum atmen kannst. Es gibt Räume, in denen es üppig blüht und Vögel zwitschern, und dann gibt es hoffentlich noch diesen einen Raum, in dem es kuschelig und gemütlich ist. Einen Raum, in dem du dich vollkommen sicher und zu Hause fühlst.

Es gibt Räume für Ahnen und Räume für die Familie. Es gibt Räume, die du mit deinen Freunden teilst, und andere für Arbeitskollegen oder Nachbarn. Alles, was ich nachfolgend erzähle, gilt grundsätzlich für jeden dieser Räume. Beim Schreiben dieses Textes fokussiere ich mich auf die Räume, die du mit Menschen teilst, die dich bereits über mehrere Leben begleiten.


Denn je älter euer gemeinsamer Raum ist (und damit spreche ich von Jahrhunderten oder länger), desto mehr hat sich darin angesammelt:

das Glück der Liebenden, das Vertrauen der Verbündeten, die Wut über Verrat und die Trauer durch Verlust. All das befindet sich gleichzeitig in eurem Raum. Manches davon ist präsenter als anderes. Einzelne Erfahrungen wiederholen sich und nehmen dadurch immer mehr Raum ein. Andere sind gut verschlossen in einem Schrank versteckt. Wieder andere geben dem gesamten Raum seine Grundenergie.

Diese Beziehungsräume sind das, was wir daraus machen. Sie verändern sich durch die Entscheidungen, die wir treffen, und durch das Bewusstsein, das wir in einen solchen Raum und damit die Beziehung hineingeben. Ich kann mich dafür entscheiden, dass die geteilte Liebe grösser ist als der geteilte Schmerz, und beginnen aufzuräumen. Ich kann Verrat vergeben und Verträge lösen, die einst geschlossen wurden. Indem ich in unserem Beziehungsraum wirke, verändert er sich.


Wählst du Angst oder Vertrauen?

Ich kann in ständiger Angst leben, dass die Veränderungen die Beziehung auseinanderfallen lassen und der Status quo sicherer ist. Ich kann aber auch darauf vertrauen, dass sie dadurch noch stärker wird oder uns den Weg zu etwas noch Besserem ebnet. Wir entscheiden mit, welche Energie wir in den Raum geben und womit wir ihn nähren.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie heilsam es sein kann, einen Beziehungsraum bewusst zu gestalten, aufzuräumen und neue Erinnerungen einzuladen. Ich weiss auch, wie kraftvoll es ist, wenn sich dieser Raum weiterentwickeln und sich die Beziehung vertiefen kann, wenn beide bereit dazu sind.

Gleichzeitig habe ich erkannt, dass es manchmal genauso wichtig ist, einen Schlussstrich zu ziehen. Manchmal ist es wichtiger, den Beziehungsraum wieder zu verlassen, die Tür zu schliessen und loszulassen.

Manche Räume bleiben unaufgeräumt und muffig.

Es liegt nämlich nicht allein an uns, dafür zu sorgen, dass ein Raum erblüht oder zumindest etwas wärmer wird. Vielleicht fühlt sich der andere Mensch in diesem Raum ja sogar wohl. Vielleicht suhlt er sich in genau dem, was bei dir immer wieder ungute Gefühle hervorruft. Vielleicht verlässt er sich auch einfach darauf, dass du schon alles regeln wirst.


Doch eine Beziehung lässt sich nicht alleine gestalten.

Spüre deshalb von Zeit zu Zeit in deine Beziehungsräume hinein. Sind sie es noch wert, dass du weiterhin darin verweilst, mitgestaltest und aufräumst – auch wenn sie sich zeitweise richtig schwer anfühlen? Denn manchmal genügt es, gemeinsam darüber zu sprechen, einen Glaubenssatz oder eine alte Verstrickung zu lösen, damit wieder Leichtigkeit in die Beziehung einkehren kann. Der Raum kann sich nur verändern, wenn wir beginnen, ihn anders zu bewohnen.

Andere Räume sind für dich stimmig, so wie sie sind. Vielleicht etwas abgestanden, wahrscheinlich nicht perfekt, aber gerade ist es in Ordnung, wie es ist.

Und dann gibt es noch die Räume, bei denen wir ehrlich mit uns selbst sein müssen. Wenn deine Energie über eine längere Zeit immer wieder verpufft wie ein Tropfen auf einem heissen Stein, ist es vielleicht die beste Entscheidung, den Raum zu verlassen.

Vielleicht nur für eine Weile.

Vielleicht auch für ein ganzes Leben.


Und genau hier kommen wir auf den Punkt:

In welche deiner Beziehungsräume möchtest du deine Energie stecken, weil du nicht nur das Potenzial darin spürst, sondern auch die Bereitschaft des anderen Menschen? Und wen darfst du (für den Moment) loslassen, den Raum verlassen und die Tür hinter dir schliessen?


Herzlich, Ursina

 
 
 

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Ursina Riz

Energetikerin der Akasha Chronik

Prana Alchemistin

Usui Reiki & Kundalini Reiki je Grad 1 & 2

Theta Healing®

Human Design Coach mit Zusatz Kinder

diplomierte Pädagogin

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